Me and the Heat

Wie wir in 5 Tagen gefühlt 100 Songs aufnahmen   

Warum sollte eine erfolgreiche Band, die bereits fünf Alben aus eigener Feder veröffentlicht hat, 13 Coversongs produzieren?

Ganz einfach: Unser erklärtes Ziel war von jeher bekannte Songs unseren Spirit  einzuhauchen. Die Essenz eines Songs zu begreifen, ihn zu schütteln und neu zu interpretieren. Daraus folgte auf unseren unzähligen Shows vermehrt die wiederkehrende Frage des Publikums „ dieses eine Lied, so eine Version hab ich noch nie gehört, kann man das kaufen?“ Um dem Wunsch des Publikums gerecht zu werden machten wir uns auf den Weg in Studio.



Das Studio und der Soundengineer

Alan Vukelic ließ sich in den letzten Jahren von den besten Mixing Engineers der Welt ausbilden, unter Ihnen MANNY MARROQUIN (Bruno Mars), CHRIS

LORD-ALGE (Green Day), MICHAEL BRAUER (Coldplay) und GREG WELLS (Pink, Katy Perry). Dazu hat er ein sehr umfangreiches Arsenal an analogen Geräten zur Musikproduktion angesammelt, deren Baudatum bis in die 70er zurückgeht. Solche Studios sind mittlerweile selten in Deutschland zu finden. Entscheidend ist aber, dass Alan weiß damit umzugehen. Doch nicht nur seine Ausrüstung und sein Können sprechen für sich. Alan arbeitet mit den besten Studiomusikern aus L.A., die zusammengerechnet auf mehreren tausend Alben zu hören sind. Darunter sind Tim Pierce, der beispielsweise für die Gitarren auf Bon Jovis Debüt Single ‚Runaway‘ verantwortlich ist oder Kenny Aranoff, Schlagzeuger für B.B. King, Santana, Alice Cooper uvm.

Trotz seiner Referenzen bleibt die Arbeit mit Alan stets entspannt, wenn man im Obergeschoss seines Studios auf die Wälder um Pforzheim schaut und bei Kaffee und Keksen (die Kiste, in der er eben jene verstaut, war am Ende zum bereits zweiten Mal leer) seinen Anekdoten aus den USA lauscht. So waren auch bei uns ‚Recording-Sessions‘ von früh morgens bis tief in die Nacht keine Seltenheit und aus dem Gefühl der Arbeit wurde immer mehr ein durch und durch kreativer Prozess, zu dessen Ende ein Album entstanden ist, auf das wir sehr stolz sind und das den Sound und das Gefühl von „Me and the Heat“ perfekt wiederspiegelt.

 

Die Songs

Es war wirklich nicht einfach, die passenden Stücke für das Album einer Band zu finden, die sich aus so unterschiedlichen Musikern und Charakteren zusammensetzt. Die ursprüngliche Liste war ellenlang und hätte wohl für vier Alben ausgereicht. Somit lag die größte Schwierigkeit darin herauszufinden, welche Songs „Me and the Heat“ am Besten beschreiben. Und wer schon mehr als einmal auf einem unserer Konzerte mit uns gefeiert hat, der weiß: jedes Konzert ist einzigartig, auch weil keine Setlist der anderen gleicht. Nicht zuletzt ist es den unzähligen Proben am Jahresanfang geschuldet, in denen wir unsere Lieblingslieder immer wieder aufs Neue arrangieren oder zu abgefahrenen Medleys verbauen, um ihnen den typischen „Me and the Heat“ Stempel zu verpassen. Christin hat die ganze Ladung EDM (Electronic Dance Music) mit einer gehörigen Portion abgefahrener Gitarren im Gepäck, Marvin mit seinen karibischen Vibes hat dieses Mal noch einen ganz besonderen Song auf Lager, Mike ist sowieso immer im Reggae-Fieber, Keule macht das was er am besten kann: nämlich ordentlich abrocken, ausgerechnet bei Cornelius, unserem jüngsten, wird’s nostalgisch, Hardy nimmt euch mit in die Pariser Clubs und

Giovanni zeigt euch sein ganzes sizilianisches Temperament.

Ihr könnt also sicher sein, dass euch die ein oder andere Überraschung erwartet!

 

 

 

Der Prozess

Bei Alan im Studio angekommen wurde nicht lang gefackelt. Das Mischpult, die

Mikrofonvorverstärker und die Espressomaschine liefen bereits auf Hochtouren und die Projekte waren im Computer angelegt und bereit zum Aufnehmen.

Im Zeitalter des ‚hybriden Workflows‘, einer bewusst gemischten Arbeitsweise mit analoger und digitaler Hard- und Software, ist es heute möglich innerhalb weniger Sekunden einen Drumgroove zu basteln, auf den man beliebig Gitarren, Keyboards oder Bass einspielen kann. So hatten wir weiterhin die Freiheit uns in den Arrangements auszutoben, neue Sachen auszuprobieren oder Ideen, die wir live entwickelt haben zu perfektionieren. Zu jedem neuen Song haben wir uns am Anfang festgelegt, welches Instrument - meistens waren dies Gitarren oder Keyboards – am wichtigsten ist und das Stück ‚tragen‘ soll. Auf diesem Grundgerüst wurde dann das Arrangement aufgebaut. Erst am Schluss mit dem Recorden der Drums wurden die Songs instrumental abgerundet. Ein sehr reizvoller Part war auch, die überragende Hornsection in das Soundgeflecht einzubauen. Da in der modernen Popmusik Bläser keine grosse Rolle mehr spielen, war es äusserst spannend, hämmernde Synthiesounds mit atmenden Bläserriffs wieder Leben einzuhauchen. Zu guter Letzt fehlten noch die Leadvocals und Chöre, die letzten Puzzleteile für den „Me and the Heat“ Sound. Auch hier hat es Alan wieder geschafft den maximalen Charakter aus jeder Stimme herauszubekommen. Natürlich sind auch uns die Risiken und Nebenwirkungen der ‚Recording-Sessions‘ bis zum Sonnenaufgang nicht erspart geblieben. Tatsächlich passiert es, dass man sich sozusagen ‚schneeblind‘ beziehungsweise ‚satt‘ hört, wenn man zu lange an einer Aufnahme sitzt. Stellenweise kam es vor, dass wir Dinge noch Tage später geändert

haben, weil wir merkten, dass uns ein anderes Gitarren-Riff viel besser gefällt,

nachdem wir den nötigen Abstand hatten. Trotzdem haben wir uns zu jeder Zeit

gegenseitig motiviert und angefeuert und auch wenn es stellenweise echt anstrengend war, kam zu keiner Sekunde der altbekannte Lagerkoller auf. Es war von Anfang bis Ende beinahe wie ein Staffellauf und jeder ist so viel für den anderen gerannt wie er konnte.

 

DANKE

Danke an Daniel fürs visuelle Mitschneiden und einfach fürs Miterleben. Wenn Du dabei bist, kommt immer Urlaubsfeeling auf ! 😉

Danke an Samson den Studiohund für deine

Danke natürlich an Alan, für deine Geduld, Inspiration und deine Fähigkeit unsere Ideen zu kanalisieren. Und sorry für die hohe Keksrechnung

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